Gruesse aus Tulcea 23-08

by clerenz Email

Ja, nach Tagen der Ruhe und einem Leben ohne Internet sitze ich hier mehr oder weniger im Donaudelta und habe super langsames Internet, aber es reicht zum Bloggen, wobei die Googlekarten schon fast eine Zumutung sind. Aber doch alles der Reihe nach:

 

19-08-2010 Fahrt von Istanbul nach Burgas:

 

http://maps.google.de/maps?f=d&source=s_d&saddr=N%C3%BCrnberg&daddr=Breitenbrunn,+Austria+to:Budapest,+Hungary+to:P%C3%A9cs,+Hungary+to:E73+to:Belgrade,+Central+Serbia+to:Pristina,+Kosovo+to:M3+to:E871+to:Rila+Monastery,+Rila,+Bulgaria+to:Edirne,+Turkey+to:Edirne+%C3%87anakkale+Yolu%2FD550%2FE87+to:istanbul+to:burgas&geocode=FRiO8gIdIBOpACnTHLa1rlefRzG3IYypha9d3Q%3BFWWX2wIdTlL_ACmbGGDOf0NsRzFADOYtV5cABA%3BFabE1AId9okiASnJz9TRNMNBRzFgER4MKcQABA%3BFRj-vgIdNzcWASnjUjLqEbFCRzEAEh4MKcQABA%3BFdp2sQIdcqcXAQ%3BFXChqwIdwUc4ASm9P7XXo3paRzHkfhfyXGS4HQ%3BFSUhiwId-_FCASmxRTJ7GJ9UEzE1RytCzzzn1A%3BFf4egQIdRLVGAQ%3BFcR3hQIdWoFaAQ%3BFVymggIdQA5lASktYXGJaR2rFDG3JoYL0-I9-A%3BFWvIewIdC2CVASnhBGOidy-zFDG8MBxDysDPoA%3BFSL3cAIdWm2WAQ%3BFdawcQIdQCe6ASlrCGgABKfKFDHQsAG8mP7M4Q%3B&hl=en&mra=ls&via=4,7,8,11&sll=42.585444,29.443359&sspn=10.965865,19.753418&ie=UTF8&ll=45.166547,20.039063&spn=10.503528,19.753418&z=6

 

Istanbul war nach Pristina die zweite Stadt aus der wir eine Stunde brauchten bis wir draussen waren. Dieses Mal lag es aber nicht am Navigationssystem sondern an der groesse der Stadt. Eine Stadt mit 18 Millionen Einwohnern braucht nun mal ihren Platz.

 

Die Fahrt fuehrte uns zu erst auf die Autobahn Richtung Erdirne, dieses Mal haben wir sie befahren. Kurz vor Edirne bogen wir in noerdliche Richtung zur bulgarische Grenze ab. Sowie wir die Autobahn verlassen haben ging es durch das tuerkische Nichts. Die Strassen waren aber keine Zeuge fuer die Lage. Sie waren in einem top Zustand und sogar vierspurig. Irgendwann sahen wir eine Schild von der EU, dann war das Raetsel geloest. Im allgemeinen muessen wir aber ehe sagen, dass wir in  der Tuerkei nur gute Strassen vor fanden, aber wir machten uns wieder auf dem Weg in das Land mit den grauenhaften Strassen - Bulgarien.

 

Die Grenze zwischen Bulgarien und der Tuerkei lag auf einer guten Anhoehe. Von der tuerkischen Seite, die Seite die wir anfuhren, machte die Grenze den Eindruck, dass sie nur Leute in das Land laesst, aber keinen rauslaesst. Die Tuerkei ist zwar ein scheones Land mit wirklich freundlichen Leuten, aber trotzdem wollen wir ausreisen. Wir standen nun etwas verunsichert vor einer Schranke und stiegen aus dem Auto aus und fragten einfach mal am Schrankenhaeuschen. Die Verwirrung kommt aber wirklich nur die eine eigenartige Grenzkonstruktion zustanden. Die Ausreise aus der Tuerkei wurde uns problemlos gewaehrt. Meine Auto wurde beim Zoll wieder abgemeldet und wir bekommen unseren Ausreisestempel, dann durften wir noch mal Atatuerk winken und schon waren wir wieder auf EU-Boden.

 

Der Mercedes aus der Niederland der vor uns um die Einreise in die Bulgarien bat wurde komplett zerlegt, ich befuerchtete schon das schlimmste. Allerdings regelte das Winken mit dem Deutschen Pass mal wieder alles problemlos. Das Reisen mit dem Bundesadler ist ehe verdammt langweilig, immer wird man einfach durchgewunken oder bekommt sogar noch gesagt aus was fuer einem schoenen Land man kommt.

 

Sowie wir in Bulgarien waren wurden die Strassen deutlich schlechter. Teilweise hatten wir den Eindruck, dass es ein Feldweg war, der nur mit einer duennen Schicht Teer bezogen war, die natuerlich schon ueberall Risse hatte. Es war daher mal wieder die Fahrt nach dem besten Schlagloch. Seit dem Wir in Serbien vom Autoput bei Nis abgefahren sind, haben wir uns aber ehe schon daran gewohent, dass man fuer 100 Kilometer 2 Stunden im Schnitt braucht. Das ist ein Durchschnittstempo von 50 km/h.

 

Hier fuhren wir mit 50 km/h entlang:

 

http://maps.google.de/maps?f=d&source=s_d&saddr=N%C3%BCrnberg&daddr=Breitenbrunn,+Austria+to:Budapest,+Hungary+to:P%C3%A9cs,+Hungary+to:E73+to:Belgrade,+Central+Serbia+to:Pristina,+Kosovo+to:42.378836,22.758179+to:Rila+Monastery,+Rila,+Bulgaria&geocode=FRiO8gIdIBOpACnTHLa1rlefRzG3IYypha9d3Q%3BFWWX2wIdTlL_ACmbGGDOf0NsRzFADOYtV5cABA%3BFabE1AId9okiASnJz9TRNMNBRzFgER4MKcQABA%3BFRj-vgIdNzcWASnjUjLqEbFCRzEAEh4MKcQABA%3BFdp2sQIdcqcXAQ%3BFXChqwIdwUc4ASm9P7XXo3paRzHkfhfyXGS4HQ%3BFSUhiwId-_FCASmxRTJ7GJ9UEzE1RytCzzzn1A%3B%3BFVymggIdQA5lASktYXGJaR2rFDG3JoYL0-I9-A&hl=en&mra=dpe&mrcr=5&mrsp=7&sz=6&via=4,7&sll=42.892064,22.104492&sspn=10.912101,19.753418&ie=UTF8&ll=43.675818,26.71875&spn=10.773241,19.753418&z=6

 

Der Zeltplatz in der Naehe von Sozopol bei Burgas war schnell gefunden. Allerdings haetten wir uns davor mal die Sanitaeren Einrichtungen anschauen sollen, die waren in einem katastrophalen Zustand. Die Strandlage des Platzes war dafuer gut. Der Strand und das Meer an sich ist in Bulgarien ganz nett. Leider etwas dreck und ein bisschen zuviele Algen. Evtl. habe ich auch Qualen gesehen, da bin ich mir aber nicht ganz sicher. Was man aber auf jeden Fall sagen kann, das ist dass ein Strandurlaub in Bulgarien verdammt guenstig ist. Man kann mit Preisen von 1/4 bis 1/3 zu deutschen Verhaeltnissen rechnen.

 

20-08 und 21-08

 

Hannes hatte es mit der Reisekrankheit erwischt. Uebelkeit, Schwaechegefuehl,  Durchfall, das ganze Programm einfach. Da es im laufe des Vormittags, 20-08, nicht besser wies, war es an der Zeit eine bessere Unterkunft wie einen sonnigen Zeltplatz zu suchen, der auch besonders gute Santiaereeinrichtungen hat. Der Weg fuehrte uns daher in die Fussgaengerzone von Burgas mit der Hoffnung der eine Wlan zu finden. Das war schnell in einem Kaffee gefunden. Eine Unterkunft lies sich auch gut buchen. Drei Sterne, mit Strandlage und eigenem Pool in Sozopol fuer 15 Euro, das klang topp und war gebucht. Gleich fuhren wir hin. Allerdings war das Hotel, oder was es immer noch darstellen soll, ohne Reception und keiner konnte uns weiterhelfen. Wir hatten also eine Unterkunft gebucht und schon per VISA-Karte gezahlt, aber keiner konnte uns den Schluessel dafuer geben. Damit waren wir wieder bei null und 60 Euro los.

 

Jetzt musste also wieder eine Unterkunft los. Etwas planlos machten wir uns auf den Weg nach Varna, der anderen grossen Schwarzmeerstadt. Kurz hinter Burgas fanden wir einen Zeltplatz mit Bungalows. Die kleinen Huetten hatten Betten und sogar ein eigenes Bad und waren mit 6.50 Euro pro Nacht und Person auch verdammt guenstig. Die Strandlage war zwar mies, aber es war der perfekte Ort an dem sich Hannes auskurieren konnte.

 

Ich hatte dementsprechen zwei ruhige Tage fuer mich, die ich dankbar mit viel lesen annahm, dazu kam ich im bisherigen Urlaub noch garnicht.

 

22-08 Fahrt von Burgas nach Tulcea

 

http://maps.google.de/maps?f=d&source=s_d&saddr=N%C3%BCrnberg&daddr=Breitenbrunn,+Austria+to:Budapest,+Hungary+to:P%C3%A9cs,+Hungary+to:E73+to:Belgrade,+Central+Serbia+to:Pristina,+Kosovo+to:M3+to:E871+to:Rila+Monastery,+Rila,+Bulgaria+to:Edirne,+Turkey+to:Edirne+%C3%87anakkale+Yolu%2FD550%2FE87+to:istanbul+to:burgas+to:tulcea&geocode=FRiO8gIdIBOpACnTHLa1rlefRzG3IYypha9d3Q%3BFWWX2wIdTlL_ACmbGGDOf0NsRzFADOYtV5cABA%3BFabE1AId9okiASnJz9TRNMNBRzFgER4MKcQABA%3BFRj-vgIdNzcWASnjUjLqEbFCRzEAEh4MKcQABA%3BFdp2sQIdcqcXAQ%3BFXChqwIdwUc4ASm9P7XXo3paRzHkfhfyXGS4HQ%3BFSUhiwId-_FCASmxRTJ7GJ9UEzE1RytCzzzn1A%3BFf4egQIdRLVGAQ%3BFcR3hQIdWoFaAQ%3BFVymggIdQA5lASktYXGJaR2rFDG3JoYL0-I9-A%3BFWvIewIdC2CVASnhBGOidy-zFDG8MBxDysDPoA%3BFSL3cAIdWm2WAQ%3BFdawcQIdQCe6ASlrCGgABKfKFDHQsAG8mP7M4Q%3BFY52iAIdySijASmRnfz5ZpKmQDHwTb9pEqAABA%3B&hl=en&mra=ls&via=4,7,8,11&sll=43.723475,24.279785&sspn=10.764732,19.753418&ie=UTF8&ll=45.166547,20.039063&spn=10.503528,19.753418&z=6

 

Hannes war wieder fitt und damit rief das letzte groesse Ziel auf unserer Reise, dass Donaudelta. Fuer die Fahrt von gut 300 Kilometer brauchten wir die kalkulierten 7 Stunden. Das ewige Landstrasse fahren mit seinem hoch und runter und nie richtig schnell fahren koennen macht vielleicht ganz schoen muede, das soll mal gesagt sein! Nach etwas gesuche fanden wir in dann in der Naehe von Tulcea, soetwas wie die Hauptstadt des Donaudeltas, einen Zeltplatz, der 30 Kilometer von ihr weg ist. Der Platz ist super klein, ein garten von einem Dorfhaus, aber super gut ausgestattet. Der Rumaene die hier zeltet braucht ehe keinen Zeltplatz, da das Wildzelten hier noch ganz normal ist. Ich bin allerdings schon ein grosser Freund einer heissen Dusche und zahle dafuer auch gerne 5 Euro die Nacht!

 

23-08 Fahrt durchs Donaudelta

 

Eine Fahrt ins Donaudelta beginnt man am besten sehr frueh am Morgen. Da ist die Natur noch aktiv, da es noch nicht so heiss ist und es sind kaum Touristen unterwegs. Allgemein gibt es im Donaudelta keinen Massentourismus, die Erschliessung fuer Touristen ist aber ehe minimal.  Wir fuhren also um 0730 Uhr raus ins Donaudelta. Vor uns lag eine vierstuendige Fahrt durch den Urwald Europas. Das darf man auf jeden Fall zu dieser beeindruckenden Gegend sagen! Es war toll und ich kann es nur jedem empfehlen. Dieses unendliche gruen welches vom Wasser der Donau geschnitten wir und so weit man schaut, man sieht nur die wilde Natur, die von keinem gesteuert wird und auch nicht gesteuert werden kann, sie ist hier einfach der Herr. Hoffentlich wird das noch lange so sein! Im Donaudelta selber leben auch Fischer in wirklich einfachen Unterkuenften! Ihr leben ist auf keinen Fall luxus, eher das Leben vom Hand in den Mund. Am besten Ihr schaut Euch die Bilder an, sie sollten irgendwann nach dem Urlaub in meiner Gallery sein!

 

Morgen, 24-08, geht es in den Westen und somit der erste Teil der Heimreise, mal schauen wir lange wir dafuer brauchen!